Tatsächlich schaffen wir es um 7 Uhr in den Autos zu sitzen.
Nach einer Stunde fahrt gehts an einer Tanke raus zum Frühstücken später wollen wir in Trabzon brunchen.
Es ist Sonntag, dementsprechend sieht es am Grenzübergang auch aus. Kilometerweise stehende LKW´s und irgendwann sind auch wir am Ende der Autoschlange angelangt ind müssen uns anstellen. Wir versuchen es gemütlich anzugehen und die Hitze auszuhalten. Aber es geht immer Stück für Stück weiter vor. Wir müssen höllisch aufpassen, dass sich nicht von hinten einer dazwischen drängelt. Nach gute 90 Minuten sind wir in Georgien. Die Grenzer winken uns freundlich durch und wir dürfen uns an einen neuen Fahrstil gewöhnen.
Hupen, blinken, Hand aus dem Fenster raus und Gas geben. Einfach fahren, man passt sich schon an.

Auf der rechten Straßenseite steht eine blutende Kuh. Hier wird auf nichts Rücksicht genommen. Kühe gibt es hier ne Menge und wenn auch Wassermelonen langsam immer weniger und weniger werden so sind es nun Kühe, die das Straßenbild dominieren. Steht mal eine Mitten auf der Strasse reicht es zu hupen und…
sie dreht in der Regel ihren Kopf langsam zur Seite und starrt uns fragend an!

Batumi ist die erste Stadt Georgiens, die wir durchfahren. Sie gilt als das Las Vegas Georgiens und so sieht es hier auch aus. Sauber und Reich. Aber die Armut lebt direkt nebenan. Oftmals sind ganze Straßenzüge halbiert. Auf der einen Seite ein Glaspalast und auf der anderen die Slums. Die Schere geht auch hier immer weiter auf.

Auf der Suche nach einem Zeltplatz in Strandnähe biegen wir hinter Batumi in eine komischerweise asphaltierte Seitenstraße ein und gelangen nicht etwa zum Strand, sondern zum Botanischen Garten. Christian (Team Erzgebirge) organisiert gegen einen geringen Obolus unser bisher kuriosesten Übernachtung, nämlich mitten im Garten hinter der 1000jährigen Eiche links. Wirklich war!

Abends sitzen wir noch im Garteneigenen Kiosk bei ein/zwei Bier zusammen und lernen ein polnisches Tramperpäärchen kennen, die just in die gleiche Richtung wollen wie wir. Schnell ist klar, Team „Nomads“ nehmen sie mit. Wird sicher für die beiden ein riesen Erlebnis.

Über den Autor

Flo
Navigator Team 2Infinity und offizielles Mitglied der TajikRally 2014 // Motto: "Nicht quatschen - Machen!" // Minimalist - Organisator - Optimist // 1999 - Griechenland 6 Wochen per Tramp von Bonn bis zum Olymp und zurück // 2000/2001 - Südamerika 15 Monate mit dem Rucksack unterwegs von Machu Picchu bis Feuerland und mit dem Containerfrachter über den Atlantik von Buenos Aires nach Hamburg zurück // 2006 & 2008 - Bolivienreise jeweils ein Monat // 2014 - TajikRally2014 10.000 km für den guten Zweck // ...

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